Recife, mit ca. 2,0 Mill. Einwohnern, ist die viert größte Stadt Brasiliens und hat 62 Kirchen.

Der Name stammt von dem arabischen Wort für "befestigte Mauer", das im Portugiesischen die Bedeutung von "Riff" annahm. Die Küstenlinie von Recife ist, wie viele im Nordosten, charakterisiert durch Muschel- und Korallenriffe, die sich parallel zur Küste in einer Entfernung zwischen 90 mtr und einem Kilometer hinziehen.
Die Wellen brechen sich an der Küste abgewandten Seite des Riffs und bilden so für Badende ein flaches Meeresschwimmbecken zur Landseite hin.
 

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Eine der vielen Kirchen in Recife

Im Jahre 1537 besiedelten die Portugiesen das Küstengebiet von Pernambuco. Ein Jahrhundert später brachte ein Einfall der Holländer unter Prinz Moritz von Nassau der Stadt eine neue Epoche der Kunst, Kultur und Städtebildung.
Bekannt als "Venedig Brasiliens", war Recife einst ein Labyrinth von Sümpfen und Inseln, die Prinz Moritz durch das Anlegen von Kanälen bewohnbar machte. Zahlreiche Brücken, Kanäle, Forts, öffentliche Gebäude und Regierungspaläste zeugen noch heute von dieser Epoche.

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Ausgangspunkt für einen Altstadtrundgang ist auf der lang gestreckten Insel Ilha Joana Bezerra. Dort liegen die historischen Stadtviertel Santo Antônio und São José, die man am besten zu Fuß erkundet.
Der Palácio das Pincesas nimmt die Nordspitze der Insel ein; davor, an der Praça da República, erbaute der französische Architekt Luis Vauthier 1850 im klassizistischen Stil das Teatro Santa Isabel.
Ganz in der Nähe steht die Igreja da Ordem Terceira de São Francisco (1697). Gegenüber befindet sich das älteste Kloster und das wichtigste sakrale Kleinod der Stadt, die "Capela Dourada - Goldene Kapelle" im Convento de Santo Antônio, die nur durch ein Gatter von der Kirche abgetrennt ist.

Das Fort Orange bei Recife

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Auf dem Festland, im Norden der Stadt, stehen am Ufer des Rio Capabaribe zwei interessante Museen.
Im Museu do Estado de Pernambuco werden Möbel aus der Kolonial- und der Kaiserzeit, Kunsthandwerk und Gemälde ausgestellt.
3 km weiter westlich gründete der bekannteste Anthropologe Brasiliens, Gilberto Freyre, das Museu do Homem do Nordeste, eines der wichtigsten anthropologischen Museen Brasiliens. Hier wird die Zuckerherstellung und die Behandlung der Sklaven ebenso dokumentiert wie Folklore und Handarbeit, Musikinstrumente und Kleidung der Menschen des Nordostens.

Einer der vielen ruhigen Strände um Recife

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Der Strand von Boa Viagem am Festland, die "Copacabana von Pernambuco" ist so etwas wie die Neustadt Recifes.
Hier konzentriert sich zugleich die gesamte touristische Infrastruktur, so dass es kaum verwunderlich ist, dass die meisten Besucher ihren gesamten Urlaub in diesem Viertel bzw. an dem gleichnamigen, 8 km langen Strand verbringen.
An der Praça da Boa Viagem findet am Wochenende nachmittags ein Markt für kunsthandwerkliche Erzeugnisse statt. Mehrere ausgezeichnete Fischrestaurants, ein beliebter Treffpunkt, säumen den Platz. Weitere schöne Strände der Stadt heißen Pina, Piedade und Candeias.

Die schönsten Strände liegen jedoch außerhalb, im Süden, von Recife.


Von Recife aus 40km südlich befindet sich der 3km lange Sandstrand von Gaibu mit vielen kleinen Bars und Restaurants.

Das ruhige Meer eignet sich gut zum Baden. Der angrenzende Strand von Calhetas ist ruhiger und wird häufig zu den zehn schönsten Stränden Brasiliens gerechnet. Er liegt an einer einsamen, kleinen Buch von nur 200m Breite mit einem Fischerdorf, ein paar Barracas und einer reizvollen Vegetation. Das saubere Meer ist tiefblau und wird bevorzugt von Tauchern und Surfern aufgesucht.

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Was man nicht versäumen sollte:

Sich für einen Abend das historische Recife oder den Stadtteil von Recife zu reservieren.
Einer Gegend, an welcher die Stadt ihren Anfang nahm und sich dort an den Uferrändern des natürlichen Hafens heranbildete.
Ihre Straßen mit ihren historischen und bunten Häusern sind von Geschichte gesättigt. Den Schweiß der Sklaven zu spüren,welche den Zucker und Zuckersirup verluden, die Brasilien im 17. Jh. unterhielten. Sie erzählen vom wirtschaftlichen und sozialen Wachstum,welches von den holländischen Besetzern und deren phantastischen Anführer Maurício de Nassau unterstützt wurde.
Es hallen die Stimmen der ersten Juden wieder, die von den sogenannten heiligen katholischen Europäern aus der Inquisitionszeit verfolgt in Amerika an Land gingen. Restauriert und in seinen ursprünglichen Charakterzügen erhalten, ist der historische Stadtteil von Recife eines Besuches wert. Das vor allem auch, da er als eines der lebhaftesten Freizeitplätze sowie wichtigster gastronomischer Anlaufpunkt der Stadt gilt. Seine Straßen beherbergen mehr als 50 Bars und Restaurants mit aller Art von Angeboten regionaler und internationaler Küche.
Im historischen Stadtteil Recifes kann man auch auf das treffen, was es am besten im Kunsthandwerk Pernambucos zu erwerben gibt: Werke in geschnitztem Holz, Keramik, Stroh, Stoff, Spitze und Machepapier.

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Nach einem Spaziergang am Strand von Boa Viagem ein frisches Bad im Meer zu nehmen oder dessen 10km Ausmaß per Fuß zurückzulegen. Nichts ist entspannender als in den natürlichen Becken zu verweilen, welche durch enorme Steine geformt wurden und während der Ebbe gern benutzt werden.

Boa Viagem verfügt ebenso über eine komplette städtische Infrastruktur, exzellenten Bars und Restaurants und dem größten Hotelanteil pro Stadt.


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Das Museum Brennand

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Besuch im Museum Brennand,
welches sich am Stadtrand von Recife befindet. Die Werkstatt von Francisco Brennand, eines der bedeutendsten plastischen Künstler Pernambucos besichtigen, in welcher er in der ehemaligen Zuckerrohrpresse São João inmitten tropischer Pflanzen und natürlicher Quellen sein Erbe an Skulpturen ausstellt.